Aberglauben oder Individualität?

Regular price €29.99
Quantity:
In stock with our UK publisher. 14-28 days
Delivery/Collection within 10-20 working days
14 days return policy Shipping & Delivery
A01=Jorg Rupke
Author_Jorg Rupke
Category=NHC
Category=NHD
Category=NHG
Category=QRA
Category=QRAC
Category=QRAF
Category=QRM
Category=QRMF13
Category=QRSG
Category=QRSL
Category=QRVG
Devianz
eq_bestseller
eq_history
eq_isMigrated=1
eq_isMigrated=2
eq_nobargain
eq_non-fiction

Product details

  • ISBN 9783161507458
  • Weight: 180g
  • Dimensions: 181 x 115mm
  • Publication Date: 15 Apr 2011
  • Publisher: Mohr Siebeck
  • Publication City/Country: DE
  • Product Form: Paperback
Secure checkout Fast Shipping Easy returns
Die jüngeren Untersuchungen zur Devianz in der griechisch-römischen Antike haben sich auf den polemischen Gebrauch des Wortes superstitio konzentriert, das in unterschiedlichen Kontexten zur Ausgrenzung sozialer Gruppen, ethnischer Minoritäten, von Frauen oder bestimmten religiösen Praktiken verwendet wird. Jörg Rüpke unternimmt den Versuch, daraus auch Informationen über Bandbreiten und Intensivierungsformen religiöser Praktiken zu gewinnen: Was sind die Grundannahmen der normativen Äußerungen über Religion? Die Annahme authentischer und individuell verbindlicher religiöser Kommunikation von einzelnen mit Göttern ist ein von Cicero bis in die spätantiken Gesetze weithin geteilter Ausgangspunkt, der die Normierung religiösen Verhaltens vor große Schwierigkeiten stellt. Der Umgang mit religiösen Entscheidungen einzelner über Sakralisierung von Gegenständen oder Kultstätten erfordert so oft umständliche Konstruktionen, um die Verbindlichkeit für Dritte einzuschränken. Vor diesem Hintergrund ist es bezeichnend, dass sich auch die Polemiken auf bestimmte Felder konzentrieren, die sich am besten mit dem Begriff individueller "Erfahrung" beschreiben lassen. Hier spielt die Divination - der Zugang zu göttlichem Wissen oder, anders ausgedrückt, göttliche Offenbarung - eine wichtige Rolle. Große Bedeutung besitzt auch die Begegnung mit Götterbildern, zumal in Tempeln. Die Untersuchung polemischer Äußerungen eröffnet hier einen Zugang zur Konzeptualisierung religiöser Erfahrung, unbeschadet der normativen Wertung, die sich sofort anschließt.
Geboren 1962; 1995-99 Professor für Klassische Philologie an der Universität Potsdam; 1999-2008 Professor für Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Erfurt; seit 2008 Fellow am Max-Weber-Kolleg und Sprecher der Kollegforschergruppen "Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive" (2008-18) und "Religion und Urbanität: Wechselseitige Formationen" (2018-22).

More from this author