Contesting Labeled Identities

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A01=Ki-Eun Jang
Ancient Near East
Author_Ki-Eun Jang
Barth model
biblical exegesis
Category=DSBB
Category=JHB
Category=QRMF12
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ethnicity
forthcoming
Gentilic labels
Hebrew Bible
Identity categories
morphology
postcolonial theory
racial constructs
relational adjectives
semantics
social categories
sociology of identity

Product details

  • ISBN 9783161626722
  • Dimensions: 155 x 232mm
  • Publication Date: 31 Jul 2026
  • Publisher: Mohr Siebeck
  • Publication City/Country: DE
  • Product Form: Paperback
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Ki-Eun Jang analysiert die vielfältigen Prozesse, durch die im altorientalischen Literaturmilieu Identitätsbezeichnungen beansprucht, zurückgewiesen und neu angeeignet wurden. Ausgangspunkt ist die grammatische Kategorie der Gentilicia, deren moderne Genealogie mit den antiken Logiken sozialer Zuordnung kollidiert. Die Autorin zeigt, dass herkömmliche Modelle von Ethnizität und Rasse, die in der altorientalistischen und bibelwissenschaftlichen Forschung häufig als erklärende Raster vorausgesetzt werden, methodische Probleme erzeugen, weil sie die historischen Voraussetzungen, theoretischen Prämissen und interpretativen Grenzen dieser Kategorien verkennen. Durch die Auseinandersetzung mit soziologischen und postkolonialen Kritiken - insbesondere mit dem Barth'schen Paradigma ethnischer Gruppen und Grenzen - rekonstruiert er die Wirkungsgeschichte ethnischer und rassischer Denkfiguren in den Geisteswissenschaften und legt deren Einfluss auf die Auslegung altorientalischer Texte frei. Im sprachwissenschaftlichen Zugriff führt er das Konzept relational-adjektivischer Formen ein, um die morphologischen, semantischen und ontologischen Strukturen zu bestimmen, die in Gentilicia Ausdruck finden. So wird sichtbar, dass diese Bezeichnungen vielfältige Relationen, Zugehörigkeiten und soziale Positionierungen verschränken, die sich modernen ethnischen Typologien entziehen. Die Analyse einzelner Fälle aus der hebräischen Bibel und verwandter Literatur, wie „Philister", „Hebräer", „Kanaanäer", „Aramäer" und „Judeer" zeigt, wie variabel die zugrunde liegenden Vorstellungen von Zugehörigkeit waren und wie sie die sozialen Mechanismen antiker Identitätsbildung prägten.
2021 Promotion an der New York University; Assistenzprofessorin für Hebräische Bibel und Bibel in globalen Kulturen an der Fordham University, USA.

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