Jüdische Drehbühnen

Regular price €29.99
Quantity:
In stock with our UK publisher. 14-28 days
Delivery/Collection within 10-20 working days
14 days return policy Shipping & Delivery
A01=Rene Bloch
Author_Rene Bloch
Category=QRM
Category=QRVC
eq_isMigrated=1
eq_isMigrated=2
eq_nobargain
Rewitten Bible

Product details

  • ISBN 9783161522642
  • Weight: 139g
  • Dimensions: 182 x 112mm
  • Publication Date: 15 Nov 2013
  • Publisher: Mohr Siebeck
  • Publication City/Country: DE
  • Product Form: Paperback
Secure checkout Fast Shipping Easy returns
In der Antike haben jüdische Autoren in ganz unterschiedlichen literarischen Gefäßen die Tora mit häufig bemerkenswerter inhaltlicher Freiheit für sich gedeutet und weiter gesponnen. Wie auf einer Drehbühne konnten biblische Texte immer wieder neu inszeniert werden - ohne, dass der Urtext deswegen in Frage gestellt werden musste. Die Tora war die Vorlage für unterschiedlichste Deutungen der eigenen Lebenswelten. René Bloch untersucht solche literarischen Imaginationen und deren Entstehungskontexte. Die in diesem Band versammelten Texte sind aus den Tria Corda-Vorlesungen an der Universität Jena hervorgegangen. Vier Texte aus der jüdischen Diaspora und Palästina stehen im Zentrum: der jüdisch-hellenistische Liebesroman Joseph und Aseneth, die Moses-Biographie des Philon von Alexandrien, das Buch der Biblischen Altertümer des Pseudo-Philo und schließlich - über die Antike hinaus, aber eng mit der Antike verbunden - der Josippon, eine hebräische Neufassung der biblischen Geschichte und des jüdisch-römischen Kriegs aus dem Italien des 10. Jahrhunderts. Die literarischen Genres der diskutierten Texte reichen vom Roman über das religionsphilosophische Traktat bis zur Geschichtsschreibung. Alle vier Autoren nehmen biblische Figuren auf und schreiben deren Geschichten um und weiter. Alle vier Texte sind stark geprägt von ihrem zeitlichen und geographischen Entstehungskontext und spiegeln ein komplexes Verhältnis zur nichtjüdischen Umwelt wider: Zum einen stehen sie für ein authentisches, teils gar wegweisendes Judentum ein. Zum andern sind sie aber auch um Verbindungen mit der Mehrheitsgesellschaft bemüht.
Geboren 1969; 1999 Promotion in Lateinischer Philologie (Universität Basel); 2008 Habilitation in Judaistik und Klassischer Philologie (Universität Basel); seit 2008 Professor für Judaistik an der Universität Bern.

More from this author