Mediologie der Anekdote

Regular price €103.99
Regular price €104.99 Sale Sale price €103.99
Quantity:
In stock with our UK publisher. 14-28 days
Delivery/Collection within 10-20 working days
14 days return policy Shipping & Delivery
A01=Lea Liese
Age Group_Uncategorized
Age Group_Uncategorized
Author_Lea Liese
automatic-update
Category1=Non-Fiction
Category=DSA
Category=PD
COP=Germany
Delivery_Delivery within 10-20 working days
eq_bestseller
eq_biography-true-stories
eq_isMigrated=0
eq_isMigrated=2
eq_nobargain
eq_non-fiction
eq_science
Geselligkeit
Language_German
PA=Available
Price_€50 to €100
PS=Active
softlaunch

Product details

  • ISBN 9783111017167
  • Weight: 646g
  • Dimensions: 155 x 230mm
  • Publication Date: 06 Mar 2023
  • Publisher: De Gruyter
  • Publication City/Country: DE
  • Product Form: Hardback
  • Language: German
Secure checkout Fast Shipping Easy returns
Anekdotisches Erzählen nimmt gegenüber dem Roman als zentraler Gattung der Frühromantik in der politisch zugespitzten (nach-)napoleonischen Phase eine fundamentale Rolle ein. Gemeint ist dabei nicht (nur) die Gattung der Anekdote, sondern das Anekdotische als Schreib- und Erzählweise, die vielfältig und vor allem auch in nicht genuin literarischen Kontexten zum Einsatz kommt: im Zeitungskontext als Nachrichtenerzählung und Gerücht; im geselligen Kontext als Witz, Schwank oder Klatsch und im literarischen Zusammenhang eingebettet in längere Erzählungen. Politische Relevanz erhält das Erzählen in der Herstellung von gefühlten statt Tatsachenwahrheiten, in der (behaupteten) Gemeinschaftskonsolidierung bei paralleler Ausschließungspraxis sowie in der medialen Bindung der Zuhörer- bzw. Leserschaft. Das Anekdotische fungiert dabei nicht nur als besonderes Medium politischer Inhalte, sondern zugleich als Beschreibungsdispositiv einer sich narrativ konstituierenden Gemeinschaft. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Arbeit der politischen Übergangszeit zwischen Revolution und Restauration, in der Fragen nach der politischen Gemeinschaftsbildung – und nach dem, was daraus ausgeschlossen werden soll – besonders virulent werden.
Lea Liese, Universität Basel, Schweiz.

More from this author