Paranoia und technisches Bild

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A01=Elena Meilicke
Age Group_Uncategorized
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Author_Elena Meilicke
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Bildtheorie
Category1=Non-Fiction
Category=DS
Category=DSB
Category=JBCT
Category=JFD
COP=Germany
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Language_German
PA=Available
Price_€20 to €50
PS=Active
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Product details

  • ISBN 9783111280165
  • Weight: 572g
  • Dimensions: 155 x 230mm
  • Publication Date: 08 May 2023
  • Publisher: De Gruyter
  • Publication City/Country: DE
  • Product Form: Paperback
  • Language: German
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In ihren Anfängen um 1980 zeichnet sich die Medienarchäologie durch eine eigentümliche Nähe zum paranoischen Wahn aus. Friedrich Kittler begreift die Paranoia als Medienpathologie und entwickelt – Stichwort „Aufschreibesysteme“ – medienarchäologische Konzepte und Fragestellungen anhand von paranoischen Texten. Diese Komplizenschaft zwischen Medien-Denken und Paranoia aufgreifend, untersucht Elena Meilicke Verschwörungsnarrative auf ihren Umgang mit technischen Bildern und fragt, inwiefern darin ein implizites Wissen über fotografische Bildmedien, deren paranoische Verfasstheit und paranoisierende Effekte aufscheint. In zwei exemplarischen Fallstudien zum Imperjalja-Fragment des deutschen Schriftstellers Oskar Panizza (1853-1921) sowie zum Werk des Düsseldorfer Polaroid-Fotografen Horst Ademeit (1937-2010), und im Rückgriff auf Lacans Blick- und Bildtheorie, entwirft Meilicke die Konturen eines spezifisch paranoischen Medien-Wissens. Die auf die Welt und Wirklichkeit bezogenen Bilder der paranoischen Ermittlung erweisen sich darüber hinaus als technische Artefakte, die zugleich ästhetische, epistemische und politische Dinge sind – Spielarten einer paranoischen Analytik der Macht, die Infrastrukturen des Politischen in den Blick nimmt.
Elena Meilicke, Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation, Universität der Künste Berlin.

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