Redewiedergabe in frühneuzeitlichen Hexenprozessakten
Shipping & Delivery
Our Delivery Time Frames Explained
2-4 Working Days: Available in-stock
10-20 Working Days: On Backorder
Will Deliver When Available: On Pre-Order or Reprinting
We ship your order once all items have arrived at our warehouse and are processed. Need those 2-4 day shipping items sooner? Just place a separate order for them!
Product details
- ISBN 9783110190977
- Weight: 1017g
- Publication Date: 16 Nov 2006
- Publisher: De Gruyter
- Publication City/Country: DE
- Product Form: Hardback
Die Studie geht der Frage nach, welche Prinzipien die Modusverwendung in der frühneuzeitlichen Kanzleisprache steuern. Grundlage der Untersuchung bildet ein regional differenziertes Textkorpus von 105 Hexenverhörprotokollen aus dem binnendeutschen Sprachraum, die hauptsächlich aus der Zeit von 1580- 1650 stammen. Die mögliche Wirkung aller denkbaren Faktoren, die sich auf Verwendung des Konjunktivs in der indirekten Rede auswirken können- wie zum Beispiel das Tempus der Redeeinleitung oder auch der Konjunktiversatz bei Modusambivalenz -, werden zum ersten Mal anhand eines von der Textsorte her weitgehend homogenen Korpus frühneuzeitlicher Kanzleisprachen untersucht. Die für die einzelnen Sprachlandschaften ermittelten Regularitäten der Modusverwendung lassen die im Neuhochdeutschen zu beobachtenden Verwendungstendenzen des Konjunktivs der Redewiedergabe in einem neuen Licht erscheinen.
Die zugrunde gelegten Texte lagen bis vor kurzem lediglich in handschriftlicher Überlieferung vor und wurden zum Teil eigens für diese Studie transkribiert. Ein umfangreicher Quellenanhang macht diese Untersuchung auch für die historische Hexenforschung interessant.
Anja Wilke, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.
