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Religionsunterricht und Religionsfreiheit
Religionsunterricht und Religionsfreiheit
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A01=Peter Unruh
Art. 4 GG
Art. 7 GG
Author_Peter Unruh
Bundesverfassungsgericht
Category=JNU
Category=QRAM2
Category=QRVP3
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Product details
- ISBN 9783162000712
- Dimensions: 113 x 181mm
- Publication Date: 30 Jun 2026
- Publisher: Mohr Siebeck
- Publication City/Country: DE
- Product Form: Paperback
Tiefgreifende religionssoziologische Veränderungen zeitigen Folgen und insbesondere Herausforderungen für den Religionsunterricht im Sinne von Art. 7 Abs. 2 und 3 GG. Während sich in der schulischen Praxis längst neue interkonfessionelle und interreligiöse Modelle etabliert haben, wird deren verfassungsrechtliche Anerkennung durch die aktuell (noch) überwiegende Dogmatik in Frage gestellt. Sie stützt sich maßgeblich auf eine Leitentscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1987, deren Tragfähigkeit für Gegenwart und Zukunft zu hinterfragen ist. Peter Unruh regt daher eine dogmatischen Öffnung an: Durch die systematische Heranziehung von Art. 4 GG als zentraler Norm des grundgesetzlichen Religionsverfassungsrechts, lassen sich neue Auslegungsperspektiven für Art. 7 Abs. 2 und 3 GG GG entwickeln. Es werden Elemente der der Dogmatik zu Art. 4 GG für die (erweiternde) Auslegung des Art. 7 Abs. 2 und 3 GG fruchtbar gemacht. Die in der Praxis begegnenden konfessions- und religionsübergreifende Modelle des Religionsunterrichts können so grundsätzlich von dem Verdikt der Verfassungswidrigkeit entlastet werden. Die Arbeit weist insgesamt einen verfassungsrechtlich fundierten Weg, auf dem die Dogmatik zu Art. 7 Abs. 2 und 3 GG den gesellschaftlichen Realitäten angepasst und die Zukunft des Religionsunterrichts religionsverfassungsrechtlich abgesichert werden kann.
Geboren 1965; 1993 Promotion; 2001 Habilitation; Präsident des Landeskirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und apl. Professor für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsphilosophie an der Georg-August-Universität Göttingen.
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