Schulddiskurs in der frühen Nachkriegszeit

Regular price €213.28
Quantity:
In stock with our UK publisher. 14-28 days
Delivery/Collection within 10-20 working days
14 days return policy Shipping & Delivery
A01=Heidrun Kamper
Author_Heidrun Kamper
Category=CF
Deutsch Sprache
eq_bestseller
eq_dictionaries-language-reference
eq_isMigrated=1
eq_isMigrated=2
eq_nobargain
eq_non-fiction

Product details

  • ISBN 9783110188554
  • Weight: 1035g
  • Dimensions: 155 x 230mm
  • Publication Date: 15 Dec 2005
  • Publisher: De Gruyter
  • Publication City/Country: DE
  • Product Form: Hardback
Secure checkout Fast Shipping Easy returns

Die Untersuchung beantwortet die Frage, wie in der deutschen Nachkriegszeit der Jahre 1945 bis 1955 über die Schuld der Deutschen geredet wurde. Dieser Nachkriegsdiskurs wird unterschieden nach den drei Sprecherperspektiven Opfer, Täter und Nichttäter und als Umbruch der deutschen Sprachgeschichte nach 1945 bewertet. Methodisch ist die Arbeit als diskurs- und argumentationsanalytisch orientierte kulturwissenschaftliche Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts angelegt. Der Schulddiskurs ist insofern ein Phänomen des sprachlichen Umbruchs nach 1945, als zum ersten Mal im Neuhochdeutschen überhaupt ein Diskurs zu einer Schuld, wie die des Nationalsozialismus, nachweisbar ist, an dem sich eine, nach ethisch-moralischen bzw. rechtlichen Kategorien unterscheidbare Diskursgemeinschaft beteiligt. Deren jeweiliger Beitrag besteht in der Dokumentation der Gewalt (Opfer), in Strategien der Schuldabwehr und Rechtfertigung (Täter) und in der Konstruktion und Demontage von Identität (Nichttäter).

Heidrun Kämper ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Deutsche Sprache und Privatdozentin der Universität Mannheim.

More from this author